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✍️ Von: Team BC1.NL
Zusammenarbeit für eine klimafreundliche Landwirtschaft
Landwirte arbeiten in der Natur und verstehen besser als andere, wie wichtig es ist, die Artenvielfalt zu erhalten. Daraus können fruchtbare Kooperationen entstehen, zum Beispiel zwischen Farmertronics und Silphie.nl. Die Silphie ist eine außergewöhnliche Pflanze, die dabei hilft, dem Verlust der Artenvielfalt und dem Klimawandel entgegenzuwirken. Farmertronics hat mit dem eTrac einen elektrischen Traktor entwickelt, der kein CO2 ausstößt und autonom arbeiten kann. Wir haben einen Versuch begleitet, bei dem der eTrac Silphie aussäte.
Silphie bindet 6 bis 8 Tonnen CO2 pro Hektar und Jahr im Humus
Im Volksmund heißt diese Pflanze Becherpflanze. Im Gespräch mit Peter Schreurs von Silphie.nl hören wir, wie er diese Pflanze kennengelernt hat und was man alles damit machen kann. Für einen Landwirt ist die Silphie sicher eine interessante Kultur, erzählt Peter, denn „die Silphie-Pflanze bringt 20 bis 22 Tonnen Trockenmasse pro Hektar und Jahr. Außerdem ist das keine einjährige Kultur, sie steht 20 bis 30 Jahre. 
In dieser Zeit wird ungeheuer viel CO2 im Boden gespeichert. Da kann man mit etwa 6 bis 8 Tonnen CO2 rechnen, die pro Jahr und Hektar in Humus umgewandelt werden. Aus dieser Pflanze lässt sich auch Biogas gewinnen. Etwa 12 Millionen Liter Biogas sind hier pro Hektar und Jahr möglich. Man kann auch die Fasern nutzen, daraus lässt sich zum Beispiel Biokunststoff herstellen. Und für die Natur bleibt eine blütenreiche Kultur voller Insekten, die sich davon ernähren können.“
Der elektrische Traktor eTrac mäht 8 Hektar ohne Fahrer
Versuchsweise sät der eTrac die Silphie-Samen.
Das ist ein autonom fahrender Traktor, der kein CO2 ausstößt und der mit seinen 1200 kg deutlich leichter ist als ein gewöhnlicher Dieseltraktor. Dadurch wird der Boden weniger verdichtet, was gut für das Bodenleben ist. Der eTrac hat übrigens noch mehr Vorteile. An ihn lassen sich verschiedene Geräte anbauen, sodass sich unterschiedliche Arbeiten wie Mähen und Hacken automatisch erledigen lassen. „Man muss nur die Route planen, und wenn man nach den dafür veranschlagten Stunden zurückkommt, hat der eTrac die Arbeit erledigt“, so Thieu Berkers von Farmertronics, dem Entwickler des eTrac. Für Peter Schreurs ist außerdem wichtig, dass er mit dem eTrac genauer säen kann.
Zusammenarbeit funktioniert auch über die eigene Region hinaus
Farmertronics aus Deurne in Noord-Brabant und Silphie.nl aus Breklenkamp im Osten von Overijssel zeigen, wie man durch Zusammenarbeit noch stärker auf Nachhaltigkeit setzen kann und dass man dafür nicht aus derselben Region kommen muss.
Siehe auch:
Verlust der Artenvielfalt in der Stadt
Naturlandwirtschaft ist besser für die Artenvielfalt


