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✍️ Von: Team BC1.NL
Die Artenvielfalt nimmt auch direkt um uns herum ab, nicht nur im Amazonasgebiet
Die Artenvielfalt, also die Vielfalt des Lebens, wird stetig geringer. Immer öfter werden wir davor gewarnt. Was genau ist dieser Verlust an Artenvielfalt, und wo findet er statt? Auf der Suche nach Antworten sind wir mit Ton Eggenhuizen losgezogen, Stadtökologe in Almere. Denn auch in der Stadt geht Artenvielfalt verloren.
Alles Grün in der Stadt bildet zusammen ein einziges Ökosystem
Der Gemeinderat von Almere hat die „Visie Ecologie“ angenommen. Laut Ton ist deren Ziel, „die reiche Natur in der Stadt bekannt zu machen, in der Hoffnung, dass alle auch einen Beitrag dazu leisten. Die Visie Ecologie geht von den drei V aus, dem VVV: dem V für Verbinden, dem V für Verbinden und dem V für Verbinden. Dabei wollen wir Naturgebiete untereinander verbinden, aber auch Menschen mit der Natur verbinden. Das ist vielleicht sogar das Allerwichtigste. Verbinde den Menschen mit der Natur und verbinde auch den von Natur aus vorhandenen Zusammenhang mit deinen Pflanzen. Letzteres ist etwas schwieriger, aber im Grunde sagen wir damit, dass wir nicht zu viel Natur machen wollen. Wir wollen die Chancen nutzen, die der Boden, das Klima und das Wassersystem bieten, um ein ökologisches System zu schaffen. Also nicht zu viel machen, sondern einfach die Chancen nutzen, die das System uns gibt.“
Ein Igel kann nicht von einem Garten leben, Gärten müssen also aneinander anschließen
Ton spricht darüber, wie wichtig es ist, Naturgebiete miteinander zu verbinden. Damit meint er nicht nur Parks und Grünstreifen der Kommune, sondern auch die Gärten der Bewohner. „Wenn du deinen Garten zum Beispiel igelfreundlich machst und deine Nachbarn haben einen harten Zaun mit so einer Betonkante an der Unterseite, dann kann dieser Igel nirgendwohin. Dann kannst du zwar einen wunderschönen igelfreundlichen Garten anlegen, aber dieser Igel braucht viel mehr Gärten, von einem Garten allein kann er nicht leben.“
Mehr Bäume in der Stadt helfen, aber nur, wenn Kommune und Bewohner es aufeinander abstimmen
Wenn wir zu Hause oder im Betrieb mehr Pflanzen in den Garten setzen und die Kommune mehr Bäume pflanzt, reicht das dann, oder ist mehr nötig? Ton hält das für wichtige Schritte. Er weist aber darauf hin, dass man es auch dann am besten aufeinander abstimmt.
Langfristig ist Grün gerade kosteneffizient, nur sind Budgets auf vier oder fünf Jahre angelegt
Nein, sagt Ton, das habe vor allem auch mit dem Zeithorizont zu tun. Kurzfristig könne es vielleicht teuer sein, langfristig sei es aber gerade sehr kosteneffizient, es bringe Geld ein. Nur säßen wir mit unseren Budgets oft in einem sehr kurzen Zeitrahmen. Ein Beispiel seien Grün und das Spielen im Freien. Kinder, die draußen spielen, seien gesünder. Weniger Probleme mit Fettleibigkeit. Fettleibigkeit führe später, wenn diese Kinder 50 Jahre alt seien, zu Herzproblemen. Aber ja, das sei erst in 50 Jahren, während wir es jetzt mit Budgets zu tun hätten, die oft nur für ein oder vier oder fünf Jahre gelten. Die vermiedenen Gesundheitskosten dagegen erstreckten sich über einen viel längeren Zeitraum. Wir müssten also auch lernen, über viel längere Zeiträume zu schauen, da müssten wir wirklich noch einen ganzen Wandel bewirken.
Wollen Sie wissen, was Ton dazu noch alles zu erzählen hat? Dann sehen Sie sich das Video an.
Siehe auch:
Naturlandwirtschaft ist besser für die Artenvielfalt
Ohne Kreislaufwirtschaft keine dauerhafte Rentabilität


