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✍️ Von: Team BC1.NL
CO2 als Rohstoff, um Mikroalgen zu züchten
Der Gartenbau in den Niederlanden bekommt eine beeindruckende Ergänzung im Sinne der Kreislaufwirtschaft, und zwar dank der wegweisenden Arbeit von Sustenso aus Alkmaar. Dieses zukunftsorientierte Unternehmen wandelt grüne Reststoffe in Biogas um und verringert damit die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen erheblich.
Wirklich besonders macht Sustenso die innovative Lösung für das CO2, das bei der Produktion von Biogas frei wird: Es dient als Nahrung für Mikroorganismen, genauer gesagt für Mikroalgen.
Vor acht Jahren hatte Hans van der Weide, der Gründer von Sustenso, die Vision, Biogas aus grünen Reststoffen zu produzieren.
Zusammen mit Prof. Dr. Joost Teixeira de Mattos und Willem Bas entwickelten sie ein System, in dem überschüssiges CO2 für die Zucht von Algen eingesetzt wird. Dieser Durchbruch verbindet die Energiewende unmittelbar mit einem bahnbrechenden Wandel unserer Nahrungsmittelproduktion.
Genug Biogas für ein ganzes Wohnviertel
Alles begann mit einer Begegnung zwischen Hans und Prof. Dr. Joost Teixeira de Mattos.
Gemeinsam setzten sie die Idee um, das überschüssige CO2 aus der Biogasproduktion für die Algenzucht zu nutzen. Willem Bas stieß zum Team, und zusammen arbeiteten sie hart daran, eine gut funktionierende Biogasanlage aufzubauen. Heute wird das produzierte Biogas direkt ins Gasnetz eingespeist, genug, um ein ganzes Wohnviertel mit Gas zu versorgen.
Von der Demonstrationsanlage zur Fabrik
Die Algenzucht von Sustenso ist keineswegs eine Nebensache. Mit einer einzigartigen Demonstrationsanlage hat das Unternehmen bewiesen, dass die direkte Kopplung von CO2-Abscheidung und Algenzucht nicht nur möglich, sondern auch sehr wirksam ist. Der nächste Schritt ist eine großtechnische Fabrik, die in einem eigens entworfenen Gewächshaus das Sonnenlicht optimal nutzt. Dieser vorausschauende Ansatz verspricht eine erhebliche Wirkung auf die nachhaltige Nahrungsmittelproduktion.
Was Algen bringen und was mit überschüssigem CO2 geschieht
Algen sind reich an wichtigen Nährstoffen wie Proteinen, Fettsäuren, Antioxidantien und Vitaminen und werden am Ende zu Nahrungsergänzungsmitteln verarbeitet. Sogar für eventuell überschüssiges CO2 hat Sustenso eine Lösung. Es wird verflüssigt und lässt sich als Dünger im Gewächshausgartenbau einsetzen, wodurch sich der Kreislauf vollständig schließt.
Die Biogasanlage wurde an Engie verkauft
Sustenso treibt nachhaltige Innovationen beharrlich voran. Das erste Projekt, die Biogasanlage, wurde inzwischen an Engie verkauft, ein führendes Energieunternehmen. Diese Erfolgsgeschichte markiert erst den Anfang des Weges, den Sustenso in Richtung einer nachhaltigen Zukunft geht. 
Mit seiner Pionierarbeit zeigt Sustenso, wie kreative Lösungen und Zusammenarbeit zu großen Schritten nach vorn führen, sowohl in der Energiewende als auch in der Nahrungsmittelproduktion.
Siehe auch:
Die Zukunft des Blumenzwiebelanbaus
Nachhaltiger Transport mit Wasserstoff


