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✍️ Von: Team BC1.NL
Erneuerbar erzeugte Energie passt nicht immer ins herkömmliche Energienetz. Deshalb müssen wir sie speichern. Dabei könnten wir sie später sehr gut gebrauchen. Zum Beispiel in den Wintermonaten, wenn es an grüner Energie mangelt. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass sich das alte vertraute Netz damit entlasten und stabilisieren lässt. Aber wie speichert man diese Energie lange genug? Innovative Unternehmer sehen neue Möglichkeiten.
Was mit Energiespeichern heute schon möglich ist
In dieser Dokumentation zeigen wir, wo wir auf dem Gebiet der Energiespeicherung stehen. Wir haben eine anschauliche Übersicht über die Verfahren erstellt, die heute schon möglich sind, und sprechen mit Unternehmen, die neue Speichersysteme entwickeln.
Diese Dokumentation zeichnet ein sachliches Bild und gibt vor allem inhaltliche Antworten auf Fragen, die beim Zuschauen entstehen. So entsteht ein guter Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten, die die Energiespeicherung derzeit bietet.
Delta21 verbindet Hochwasserschutz mit Energiespeicherung
Ein besonderes Projekt, das sich mit Energiespeicherung beschäftigt, ist Delta21. Es entstand aus der Idee, den Hochwasserschutz zu verbessern. Inzwischen ist daraus eine vielseitige, zukunftsfeste Lösung mit drei Säulen geworden: Energiespeicherung, Hochwasserschutz und Renaturierung.
Mithilfe von Wasserkraft lässt sich Energie in einem See speichern. Delta21 kann große Mengen Energie umweltfreundlich erzeugen und ebenso umweltfreundlich speichern.
Wie drei Provinzen die Energiespeicherung sehen
Auch die Provinzen in den Niederlanden beschäftigen sich mit der Energiewende. Deshalb haben wir in drei Provinzen Mitglieder der Provinzregierung gefragt, wie sie die Energiespeicherung sehen. Sie erzählen, wie wichtig die Speicherung ist und auf welche Weise sie innovative Unternehmen unterstützen.
Wärme in Stahlschlacke speichern
Neben Strom müssen wir auch Wege finden, Wärme zu speichern. Cesar Energy Storage hat eine Methode entwickelt, mit der das auf nachhaltige Weise geht. Das Unternehmen speichert Wärme in Stein, etwa in Basalt und Stahlschlacke. Zuerst entstand ein Versuchsaufbau, der bewies, dass es funktioniert. Beim Ecodorp in Boekel wird das System jetzt aufgestellt, um im Winter 36 Wohnungen zu heizen.
Was ein Gaskraftwerk in einem Netz voller Sonne und Wind noch tut
In den Niederlanden sind wir alle daran gewöhnt, dass Strom aus der Steckdose kommt. Eigentlich denken wir darüber gar nicht mehr nach. Das verdanken wir einem gut ausgebauten Energienetz. Eines der Kraftwerke aus diesem Netz ist das Kraftwerk Maxima von Engie. Dieses gasbefeuerte Kraftwerk wird derzeit aufgerüstet, damit es auf eine Zukunft mit erneuerbaren Energiequellen vorbereitet ist.
Bei der Führung wird deutlich, was dazu alles gehört.
Cellcius transportiert Wärme ohne Verlust
Wärme zu speichern ist eine Herausforderung für sich. Umso schöner, wenn man die gespeicherte Wärme auch noch verlustfrei transportieren kann. Das Start-up Cellcius hat dafür eine Methode entwickelt. Es kann Wärme umweltfreundlich und bezahlbar transportieren, mit der Wärmebatterie.
Energie am Meeresboden speichern ohne Höhenunterschied
Dass sich Energie in Pumpspeicherkraftwerken gut speichern lässt, ist allgemein bekannt. Im Ausland gibt es eindrucksvolle Beispiele dafür. Dort kann man Höhenunterschiede nutzen. Das Start-up Ocean Grazer hat dazu eine Variante entwickelt, ein System, das auch an Orten ohne Höhenunterschiede funktioniert. Mit der Ocean Battery lässt sich Energie in großem Maßstab speichern, zum Beispiel von Offshore-Windparks.
Ecovat speichert Wärme unterirdisch für ein ganzes Viertel
Energie in Form von Wärme kann man auch unterirdisch speichern. Das geschieht bei Ecovat, einem intelligenten System, das Wärme langfristig speichern kann und dazu genutzt wird, ganze Wohnviertel mit Wärme zu versorgen.
Wie Betriebe ihren eigenen Strom speichern
Unternehmen würden durchaus gern mehr erneuerbare Energie aus Sonne und Wind nutzen. Dann müssen sie einen möglichen Überschuss aber ins Netz einspeisen können. Weil das manchmal Probleme bereitet, hat OTG Energy dafür eine Lösung entwickelt. Sie besteht darin, den Eigenverbrauch zu erhöhen, also möglichst viel des selbst erzeugten Stroms auch selbst zu nutzen. Erst wenn es wirklich nötig ist, speist man ins Netz ein oder bezieht Strom daraus.
Ammoniak als Energieträger für große Mengen
Oft heißt es, dass wir in Europa nicht genug erneuerbare Energie erzeugen können. Wir haben schließlich einen wachsenden Energiebedarf. Wie können wir dann dafür sorgen, dass wir keine fossile Energie mehr nutzen müssen? Immer wieder hört man von Wasserstoff. Es geht aber auch anders, wie Proton Ventures zeigt: erneuerbare Energie importieren, indem man sie in Form von Ammoniak transportiert.
AquaBattery macht eine Batterie aus Wasser und Kochsalz
Sogar gewöhnliches Kochsalz kann genutzt werden, um Energie zu speichern. Dafür hat AquaBattery ein System entwickelt, vollständig nachhaltig, unter Verwendung von Wasser und Salz. Diese gespeicherte Energie kann später als Strom genutzt werden.
Der Battolyser speichert Strom und erzeugt gleichzeitig Wasserstoff
Als Letztes gehen wir zu Battolyser Systems, das zwei bestehende Systeme zusammengefügt hat. Man muss erst mal darauf kommen. Dadurch kann das Unternehmen aber besser auf die Wünsche seiner Kunden eingehen. Es vereint eine Batterie und einen Elektrolyseur in einem Gerät und nennt das den Battolyser. Der Battolyser kann eingesetzt werden, um das Energienetz zu stabilisieren, etwas, das während der Energiewende dringend nötig sein wird.
In dieser Dokumentation haben wir eine Reihe besonderer Speichersysteme beleuchtet. Es gibt allerdings noch mehr bemerkenswerte neue Entwicklungen. In einer Dokumentation lassen sich leider nicht alle diese Systeme zeigen.
Siehe auch:
Flevoland gibt Raum für zirkuläres Wirtschaften
Die Wasserstoff-Doku
Klimafreundlich wirtschaften mit eTrac und Silphie


