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✍️ Von: Team BC1.NL
Der Aufstieg der Kreislaufwirtschaft weltweit
Kreislaufwirtschaft ist ein Begriff, der immer häufiger fällt. Das liegt nicht nur an strengeren Umweltvorgaben der Politik, sondern gerade daran, dass immer mehr Unternehmen die wirtschaftlichen Chancen von Wiederverwendung und Nachhaltigkeit erkennen. Dieser Wandel vollzieht sich weltweit. Aber was können Organisationen, die in verschiedenen Ländern an zirkulärer Innovation arbeiten, voneinander lernen? Stoßen sie beim Schließen des Kreises auf dieselben Hürden?
The Circulator verbindet über Grenzen hinweg
Die Schweizer Plattform The Circulator bringt internationale Pioniere der Kreislaufwirtschaft zusammen. Indem sie Herausforderungen benennt und Wissen teilt, hilft sie Unternehmen, schneller zu wachsen. Neben den bekannten Circulator Talks, in denen nachhaltige Geschäftsmodelle im Mittelpunkt stehen, richtet die Plattform Ende 2026 das Circulator Forum aus. Diese zweitägige Live-Veranstaltung verbindet zirkuläres Arbeiten und Netzwerken mit wirkungsvollen Medienproduktionen, um Geschichten über Nachhaltigkeit eine weltweite Bühne zu geben.
Circulator Talk über eine abfallfreie Zukunft
BC1® und The Circulator verfolgen dieselbe Mission, nämlich inspirierende Geschichten über Nachhaltigkeit weit zu verbreiten. Deshalb ist diese Folge aus der Reihe der Circulator Talks jetzt auch auf BC1.eu zu sehen. Im Video „A Bold Vision, Real Projects: Circularity from Basel to Texas“ lernen wir Gabriel Eckenstein von BaselCircular und Christopher Moken von Circular San Antonio kennen. Sie erzählen, wie ihre Organisationen entstanden sind und wie sie sich eine abfallfreie Zukunft vorstellen. Mehr Geschichten über zirkuläre Innovation zeigt die Dokumentation „Flevoland gibt Raum für zirkuläres Wirtschaften“.
BaselCircular und die Innovationsökosysteme in der Schweiz
Im schweizerischen Basel setzt sich BaselCircular für ein landesweites Netz von Innovationsökosystemen ein. Die Organisation begleitet etablierte Unternehmen bei der Umstellung auf die Grundsätze der Kreislaufwirtschaft und hilft Start-ups dabei, ihr Geschäftsmodell zu skalieren. Auch Universitäten und Forschungseinrichtungen wirken daran mit.
Was in Gabriels Familie als Idee begann, gemeinsam mit seinem Bruder und seiner Schwester, wurde zu einem Weg über rund zwanzig Jahre, an dem inzwischen auch die nächste Generation beteiligt ist. Das Besondere daran ist der zeitliche Zufall. Die Familie hatte gerade das Franck Areal erworben, um daraus eine zirkuläre Initiative zu machen, als der Kanton Basel-Stadt etwa zur gleichen Zeit seine eigenen Ziele formulierte und sich bis 2037 auf Netto-Null-Treibhausgasemissionen festlegte. Als die Stadt wegen einer öffentlich-privaten Partnerschaft anklopfte, stand die Initiative mit einem Schlag auf einer viel breiteren Grundlage.
Circular San Antonio und die Wiederverwendung in den Vereinigten Staaten
Auch in den Vereinigten Staaten tut sich auf diesem Gebiet viel. 2023 entstand Circular San Antonio, eine gemeinnützige Organisation, die sich für zugängliche und gerechte Wiederverwendung einsetzt.
Im Mittelpunkt stehen dabei Ernährungssysteme, die gebaute Umwelt und wirtschaftliche Innovation. Mit internationalen Nachhaltigkeitsdelegationen, also Studienreisen, auf denen amerikanische Fachleute zirkuläre Beispiele unter anderem in Dänemark, Schweden, der Schweiz und Deutschland besuchen, will die Organisation die systemische Abfallproblematik weltweit angehen. Ein konkretes Vorhaben ist das Material Innovation Center, das sie aufbauen wollen, ein Ort, an dem Baumaterialien aus abgerissenen Wohnhäusern gelagert und für die Wiederverwendung aufbereitet werden. San Antonio ist im Übrigen die größte Stadt der USA mit einer eigenen Verordnung zum Rückbau, dem zirkulären Abtragen von Gebäuden. Die Grundlage ist also vorhanden. Am Ende soll das Zentrum ein Vorbildgebäude werden, das selbst ebenfalls zirkulär gebaut ist. Damit setzt es an einem Engpass an, den sehr viele amerikanische Städte kennen, in denen sich Wohnungskrise und Abfallproblematik überschneiden.
Dieselben Hürden auf zwei Kontinenten
„Kreislaufwirtschaft ist keine regionale Angelegenheit, sie ist eine weltweite“, sagt Gabriel. Genau deshalb sitzen ein Schweizer und ein Amerikaner in Basel gemeinsam am Tisch.
Wie weit ist Ihre Organisation auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft? Schreiben Sie es uns oder stellen Sie Ihr eigenes Projekt über unsere Plattform vor.


