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✍️ Von: Team BC1.NL
Auf dem Weg zu einer Kreislaufwirtschaft im Jahr 2050
Das Ziel der niederländischen Regierung ist es, dass wir 2050 eine vollständig funktionierende Kreislaufwirtschaft haben. Das bedeutet, dass es dann keinen Abfall mehr gibt und dass Rohstoffe fortwährend wiederverwendet werden. Weil das nicht von heute auf morgen zu verwirklichen ist, wird daran jetzt schon hart gearbeitet, von der Wirtschaft, vom Bildungswesen und auch von den Kommunen.
Die Zukunftsvision der Provinz Flevoland für 2030
Die Provinz Flevoland hat eine Zukunftsvision davon, wie die Kreislaufwirtschaft in Flevoland 2030 aussehen könnte. Sie ist sich sehr wohl bewusst, dass dieses Traumbild nur in Zusammenarbeit mit anderen erreicht werden kann.
Deshalb will sie Unternehmen und Bildungseinrichtungen unterstützen und dazu anregen, nach Möglichkeiten auf diesem Gebiet zu suchen. Um Unternehmen zu inspirieren, hat die Provinz uns gebeten, zirkuläre Vorreiter aus Flevoland zu zeigen. Diese Vorreiter erzählen, wie sie an der Kreislaufwirtschaft arbeiten, wie sie die Zukunft sehen und was sie in den kommenden Jahren brauchen, um weiterzukommen. Abgeschlossen werden die Geschichten mit dem Traum, den die Provinz skizziert.
Cirwinn recycelt Betonschutt zu neuem Beton
Wir schauen bei Cirwinn aus Almere vorbei. Cirwinn wurde mit dem Ziel gegründet, Reststoffe im Kreislauf zurückzugewinnen.
Deshalb verarbeitet das Unternehmen verschiedene Arten von Abfall zu brauchbaren Rohstoffen, Halbzeugen und Endprodukten. In dieser Dokumentation liegt der Schwerpunkt auf dem Umgang mit Beton aus Bauschutt. Wir sehen unter anderem eine selbst entwickelte Schuttsortieranlage mit Waschanlage.
Startblock errichtet in sechs Tagen ein zirkuläres Holzhaus
Danach gehen wir zu Startblock aus Emmeloord. Dieses Start-up baut auf ganz eigene Weise zirkuläre Wohnhäuser, die auch noch bezahlbar sind.
Die Häuser werden nicht wie beim herkömmlichen Bauen vor Ort gebaut, sondern vollständig in der Fabrik gefertigt. Der Eigentümer des Hauses bekommt von Startblock einen Materialpass, in dem genau festgehalten ist, woher das Material des Hauses kommt und wofür es später gegebenenfalls wieder eingesetzt werden kann.
Das Practoraat CRE bringt Bildungswesen und Unternehmen zusammen
Mit der Gründung des Practoraat Circulaire Regionale Economie arbeitet das Bildungswesen in der Provinz an einer Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette, wenn es um die Kreislaufwirtschaft geht.
Das Practoraat CRE will erreichen, dass sich alle Bildungseinrichtungen damit befassen, von der Kinderbetreuung bis zur Universität. Dazu wird das Thema Kreislaufwirtschaft in jedes Fach eingebunden. Das Ziel ist nicht nur, dass Unternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen aufeinander abgestimmt sind, sondern dass wirklich zusammengearbeitet wird und die Jugendlichen so besser auf die Aufgabe vorbereitet werden, die vor ihnen liegt.
Skin for Skin holt Kollagen aus Fischhaut für Beautyprodukte
Zu Gast sind wir außerdem bei Skin for Skin. Dieses Unternehmen nutzt auf einzigartige Weise die wertvollen Stoffe aus Fischhäuten. Fischhäute gelten als Reststoffe der Fischindustrie und werden zum Beispiel zu Tierfutter verarbeitet.
Aber Skin for Skin auf Urk geht einen Schritt weiter. Hier wird auf besondere Weise Kollagen aus diesen Häuten gewonnen, das danach zu hochwertigen Beautyprodukten verarbeitet wird.
Oranjehoen schließt den Kreislauf zwischen Acker und Hühnern
In Swifterbant besuchen wir Oranjehoen, einen ökologischen Ackerbaubetrieb, auf dem auch Hühner gehalten werden, nämlich das Oranjehoen. Weil die Reststoffe des Ackerbaus an die Hühner verfüttert werden und
die Reststoffe der Hühner auf den umliegenden Ackerflächen verwendet werden, entsteht ein echter Kreislauf. Damit hört es aber nicht auf. Es wird hart daran gearbeitet, nicht nur auf dem Hof zirkulär zu wirtschaften, sondern das auch gemeinsam mit den Abnehmern zu tun.
Retourmatras recycelt eine Matratze in fünfzig Sekunden
Wir schließen mit einem Besuch bei Retourmatras ab. Das Unternehmen begann in Lelystad, hat inzwischen aber mehrere Standorte in den Niederlanden. Wie der Name schon sagt, werden hier Matratzen recycelt. Die Art, wie das geschieht, ist allerdings einzigartig.
Außerdem macht das Unternehmen an Ort und Stelle selbst aus dem freigewordenen Material ein neues Produkt, das sich auf verschiedene Weise einsetzen lässt. Und als Krönung nimmt Retourmatras in diesem Jahr eine Fabrik in Betrieb, in der aus alten Matratzen wieder Polyol gewonnen werden kann, sodass daraus wieder neue Matratzen hergestellt werden können.
Siehe auch:
Klimafreundlich wirtschaften mit eTrac und Silphie
Verlust der Artenvielfalt in der Stadt
Die Wasserstoff-Doku


