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✍️ Von: Team BC1.NL
Der Waste Shark frisst den treibenden Müll im Hafen auf
Der Waste Shark fällt aus zwei Gründen auf. Zum einen durch sein schönes, glänzend weißes Äußeres, zum anderen durch ein bemerkenswert sauberes Hafengebiet. Wo sonst in den Ecken und entlang der Kais Dosen und Plastik treiben, ist es dort, wo der Abfallhai im Hafen von Rotterdam gefahren ist, jetzt sauber.
Er „frisst“ allen treibenden Müll auf, und wenn der Auffangbehälter voll ist, wird er in einer Dockingstation geleert, wo er bei Bedarf auch gleich wieder geladen werden kann.
Wie funktioniert ein Wasserroboter, der Müll aufräumt?
Der Waste Shark ist ein Katamaran, der treibenden Müll sammelt, in den Häfen von Rotterdam und vor allem in den Ecken, wo er sich anhäuft. Fährt er über Müll, dann nimmt er ihn in einem Korb mit, der wie eine Reuse wirkt. Ist der Behälter voll, dann bekommt der Computer ein Signal, und er fährt zurück zu seiner Dockingstation.
Warum dürfen die Löcher im Korb nicht zu klein sein?
Die kleinsten Stücke, die er fängt, werden von der Maschenweite des Korbs bestimmt, und die lässt sich im Prinzip so fein wählen, wie man will. Aber je kleiner die Löcher, desto größer der Widerstand im Wasser und desto mehr Energie verbraucht er. Gesucht wird also die Balance, das Plastik mitzunehmen, ohne zu viel Energie zu verschwenden.
Wie lange kann er fahren?
Der erste Prototyp sammelt rund 25 bis 30 Liter Müll und fährt acht Stunden mit einem vollen Akku. Danach ist der Akku nach zwanzig Minuten Laden wieder zu 80 Prozent gefüllt. Während der Aufnahmen wurde an einem Radarsystem gearbeitet, damit er selbstständig Objekten im Wasser ausweichen kann.
Können mehrere gleichzeitig fahren?
Ja. Mehrere Haie können nebeneinander in Formation fahren, und es gibt Möglichkeiten mit Magneten, sie automatisch aneinander zu koppeln, wenn sie zum Einsatz ausrücken. Weil Anfragen aus der ganzen Welt kamen, wird auch über größere Ausführungen nachgedacht.
Peilungen, Salzgehalt und Quallen in Saudi-Arabien
Der Waste Shark ist von Genuin.Engineering im Auftrag von RanMarine Technology entwickelt worden.
Die Entwickler sind allerdings noch lange nicht fertig. Sie sehen noch viele andere Möglichkeiten, diese besondere Wasserdrohne einzusetzen. In Frage kommen unter anderem Peilungen des Gewässergrunds oder Messungen, wie hoch der Salzgehalt im Wasser ist. Und in Saudi-Arabien sehen sie eine weitere Einsatzmöglichkeit für den Abfallhai, nämlich gegen die Quallenplage.
Vorbeugen ist besser als aufräumen
Das ist zwar eine schöne Art, Müll aufzuräumen, aber den Entwicklern dieses Wasserroboters wäre es lieber, wenn weniger Müll ins Wasser gelangte, denn vorbeugen ist immer besser als heilen.


