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✍️ Von: Team BC1.NL
Wie macht man Jugendlichen die interessanten Seiten eines Berufs bekannt, der ihnen eher fernliegt? Dazu haben sich LTO Noord, Greenport NHN und die Provinz Noord-Holland zusammen mit Tech@Connect etwas ausgedacht. Sie haben ein Projekt gestartet, um mehr Jugendliche für einen Beruf im Agrarsektor zu begeistern.
Der Farming Simulator zeigt, was Landwirtschaft bedeutet
Dafür nutzen sie das beliebte Simulationsspiel „Farming Simulator“, ein Spiel, das Spieler „erleben“ lässt, was alles zu einer guten landwirtschaftlichen Betriebsführung gehört. Denn wenn Jugendliche auf positive Weise mit der Vielseitigkeit des Agrarsektors in Berührung kommen, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie sich danach für eine Laufbahn in der Landwirtschaft oder im Gartenbau entscheiden.
Warum ein Spiel einsetzen?
Weil die Hemmschwelle niedrig ist. Jugendliche, und erst recht Jugendliche aus der Stadt, sind weit vom Agrarsektor entfernt.
Das Spiel zeigt, dass ein Landwirt durch und durch Unternehmer sein muss, und Unternehmertum und Geldverdienen sprechen die Jugend an. So hoffen die Initiatoren, einen Zugang zu finden, damit Jugendliche anschließend tatsächlich mit einem Landwirt aufs Feld gehen.
Wie hat es angefangen?
Mit einer Veranstaltung, die Gameday hieß und bei der es darum ging, Jugendliche über Gaming für technische Berufe zu begeistern. Dort wurde der Farming Simulator zwei Tage lang zusammen mit LTO getestet. Der Andrang war riesig. Sogar siebzig- und achtzigjährige Landwirte setzten sich an den Simulator und fuhren so mit dem Schlepper los.
Was lernen Schülerinnen und Schüler davon?
Die Schülerinnen und Schüler selbst sagen, sie lernten ziemlich viel dabei, zum Beispiel, wie man den Boden bearbeiten muss, und es könne auch in der Schule nützlich sein. Man kann damit so ziemlich alle Maschinen steuern: Kräne, Schlepper, einen Teleskoplader, einen Radlader.
Gibt es Arbeit?
Genug. Allein in der Kop van Noord-Holland gibt es Tausende offene Stellen, und es werden mehr. Bei einem Berufswahltag in Den Helder informieren sich Schülerinnen und Schüler darüber.
Mehr als Stiefel und Lehm
„Arbeiten im Agrarsektor ist mehr als Stiefel, Lehm und schmutzige Arbeit“, sagt Jeroen Noot von Greenport NHN. In dieser Arbeit steckt nämlich viel Technik, und
das Spiel zeigt Jugendlichen, wie dynamisch und hightech dieser Sektor ist. Es kommen moderne Geräte zum Einsatz, und man kann allerlei Herausforderungen kennenlernen, mit denen es ein Unternehmer zu tun bekommen kann.
Besondere Konsolen für Schulen und Veranstaltungen
Für das Schuljahr 2022/2023 hat Tech@Connect besondere Spielkonsolen gebaut. Sie kamen an weiterführenden Schulen und Berufsschulen zum Einsatz sowie bei verschiedenen Veranstaltungen, bei denen Jugendliche mit unterschiedlichen Berufen in Berührung kommen. Die Bildungseinrichtung Vonk in der Kop van Noord-Holland sieht Möglichkeiten, das Spiel als Ergänzung zum Lehrplan einzusetzen. Da dafür einige Anpassungen nötig sind, wird derzeit geprüft, wie es damit weitergehen kann. 
Siehe auch:
Digital Farming, Datenverarbeitung
Digital Farming, die Herausforderung der Präzisionslandwirtschaft


