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Donnerstag, 10. September 2026 in
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Am Küchentisch im Gespräch mit Derk Loorbach

Diese Seite wurde maschinell aus dem Niederländischen übersetzt.

🎬 Multilingual subtitles
✍️ Von: Team BC1.NL

Ein Gespräch über den Wandel in den Niederlanden nach Corona

„Ich sitze in der Küche, am Küchentisch“, so beginnt das Gespräch über die Wirkung von Corona. Die Wirklichkeit fühlt sich unwirklich an, und viele suchen nach neuen Routinen. Rund dreißig Tage soll es dauern, bis man sich an eine neue Struktur gewöhnt hat. Umso wichtiger ist es, in dieser Zeit bewusst innezuhalten und zu fragen, wie wir mit Veränderung umgehen.

DRIFT und die Kraft der Resilienz

Derk Loorbach, Direktor von DRIFT (Dutch Research Institute For Transitions), erzählt, wie die Organisation mit der derzeitigen Lage umgeht. Trotz der plötzlichen Umstellung erweist sich DRIFT als resilient, denn vieles lief schon vorher online, und ein Teil der Mitarbeitenden war das Arbeiten zu Hause gewohnt. Eine Herausforderung bleibt es trotzdem, online Kontakt herzustellen und zur Co-Kreation anzuregen.

Vom Online-Umtrunk zum Transformationsgespräch

Was als Experiment begann, ein Online-Umtrunk zur Co-Kreation, hat sich zu einem wöchentlichen Transformationsgespräch entwickelt. Dort geht es um Fragen wie „Was bedeutet diese Krise eigentlich?“ und „Welche Chancen für positive Veränderung entstehen?“ Wer beitragen oder Ideen einbringen möchte, ist willkommen. Die Treffen finden jeden Freitag statt und stehen allen offen.

Unternehmen überdenken ihre Rolle in der Gesellschaft

Die Coronakrise bringt Unternehmen dazu, anders auf ihre Kernwerte zu schauen. Gesellschaftlicher Wert, Zusammenarbeit und Nachhaltigkeit rücken stärker in den Vordergrund. Loorbach sieht darin eine Bewegung, die schon länger läuft und die von Verbrauchern wie von politischen Entscheidern zusätzlich angetrieben wird. Die Krise verstärkt diesen Trend und fordert dazu heraus, über die Gewinnmaximierung hinauszudenken.

Erwartete Überraschungen zeigen, warum Systemwandel nötig ist

Die Transformationsforschung spricht von „erwarteten Überraschungen“. Ist ein System nicht mehr tragfähig, folgen unweigerlich Schocks. Denken Sie an die Erdbeben in Groningen oder die Luftverschmutzung durch Dieselautos. Solche Ereignisse sind Auslöser, die einen Systemwandel in Gang setzen. Die Frage ist, wie wir ihnen vorausschauend begegnen.

Vorwärts stolpern: eine neue Sicht auf Krisenmomente

Loorbach plädiert dafür, nicht zur alten Normalität zurückzukehren, sondern „vorwärts zu stolpern“. Eine Krise ist der Moment, sich auf Transformation einzulassen. Dafür braucht es Vertrauen: in Alternativen, in Unternehmer, in Investoren. Wächst dieses Vertrauen, lassen sich tatsächlich neue Strukturen aufbauen.

Tipps für Unternehmer: Zeit für Reflexion und Neuausrichtung

Loorbach ruft Unternehmer dazu auf, diese Zeit des Stillstands zu nutzen. Schauen Sie sich um, suchen Sie das Gespräch und prüfen Sie, welche anderen Zukünfte für Ihre Organisation denkbar sind. Das alte Modell, immer nur zu wachsen und effizienter zu werden, hat seine Grenzen erreicht. Jetzt ist der Moment, den eigenen Wandel zu beginnen.

Siehe auch:
Am Küchentisch im Gespräch mit Ilja Werkhoven
Das neue Arbeiten 2020

Häufig gestellte Fragen

Dies ist eine kurze Zusammenfassung des Films. Die ganze Geschichte sehen Sie im Video oben.

Was ist das Transformationsgespräch von DRIFT?
Das Transformationsgespräch ist eine wöchentliche Online-Zusammenkunft von DRIFT, die anfangs Online-Umtrunk zur Co-Kreation hieß und an der alle teilnehmen können, die sich über die Website anmelden. In einer großen Online-Gruppe teilen die Teilnehmer die Anspannung, die sie spüren, und richten den Blick gemeinsam auf die positiven Entwicklungen und darauf, wohin es gehen kann.
Was bedeutet vorwärts stolpern laut Derk Loorbach?
Vorwärts stolpern heißt, eine Krise oder einen Kipppunkt als Moment der Transformation zu nutzen, statt das Alte wiederherzustellen. Der erste Reflex ist oft, dichtzumachen oder einfach weiterzumachen wie bisher. Dabei geht es gerade darum, das Vertrauen zu schaffen, dass es so nicht weitergeht und dass die Alternative längst da ist.
In welche Richtung muss Unternehmertum laut Derk Loorbach gehen?
Für Loorbach muss Unternehmertum Wert für Mensch und Natur schaffen und dafür auch ehrlich belohnt werden. Viele Unternehmen suchen von sich aus schon länger nach gesellschaftlichem Wert, einem breiteren Wohlstandsbegriff und sozialem Unternehmertum, und von außen werden sie von Verbraucherinnen, Verbrauchern und der Politik dazu gezwungen.
Was meint Derk Loorbach mit erwarteten Überraschungen?
Erwartete Überraschungen sind Schocks, die auftreten, wenn ein System nicht mehr tragfähig ist und wir nicht ewig damit weitermachen können. Als Beispiele nennt er die Erdbeben in Groningen, die das Groninger Gasfeld in Frage stellten, und den Mobilitätssektor, wo die schlechte Luftqualität durch fossil betriebene Dieselautos Menschen früher sterben lässt, während die Autoindustrie Tricks erfand, um die Wagen sauberer erscheinen zu lassen.
Wo kann ich den ganzen Film sehen?
Diese Fragen und Antworten sind eine kurze Zusammenfassung. Den vollständigen Film „Am Küchentisch im Gespräch mit Derk Loorbach“ mit allen Erkenntnissen, Beispielen und Hintergründen sehen Sie unter https://www.bc1.eu/de/am-kuechentisch-mit-derk-loorbach/