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✍️ Von: Team BC1.NL
Pilot Duurzame Teelt van Tulp & Bijgoed
Damit der Übergang vom konventionellen Blumenzwiebelanbau zu einem nachhaltigen Anbau gelingt, muss untersucht werden, wie Betriebe anders mit den Herausforderungen umgehen können, vor denen sie stehen. Welche Alternativen gibt es, um bestimmte Krankheiten zu bekämpfen, und funktionieren Methoden, die im kleinen Maßstab erfolgreich sind, auch im großen? Genau das wird im Projekt „Pilot Duurzame Teelt van Tulp & Bijgoed“ untersucht.
Weniger Pflanzenschutzmittel und trotzdem gute Qualität
Sowohl das niederländische Ministerium für Landwirtschaft, Natur und Lebensmittelqualität (LNV) als auch der Königliche Allgemeine Verband für Blumenzwiebelkultur (KAVB) streben einen Blumenzwiebelanbau an, in dem künftig so wenig Chemie wie möglich eingesetzt wird. Damit das Endprodukt weiterhin von guter Qualität ist, braucht es einen kontrollierten Übergang zu nachhaltigem oder ökologischem Anbau.
Vertify testet De Groene Tulp in größerem Maßstab
Das landwirtschaftliche Forschungszentrum Vertify hat deshalb zusammen mit vier Praxisbetrieben geforscht. Gemeinsam haben sie die besten Ergebnisse aus dem Projekt „De Groene Tulp“ in größerem Maßstab getestet. Was kommt dabei heraus, wenn eine größere Fläche mit einem alternativen Mittel behandelt wird, nachdem eine bestimmte Krankheit festgestellt wurde? Ist dieses nachhaltigere Mittel wirksam genug, um die Kultur zu erhalten? Die Betriebe arbeiten mit Biostimulanzien, darunter ein Produkt aus Gesteinsmehl und Mineralien, das den Boden nährt und die Pflanze stärker macht, und ein Reststoff aus der Orangenindustrie, der die Pflanze widerstandsfähiger macht. Gegen Tulpenfeuer schnitten diese Mittel im ersten Jahr genauso gut ab wie Chemie. In einem Jahr mit hohem Krankheitsdruck reichten sie allein jedoch nicht aus, ein Sicherheitsnetz bleibt also nötig.
Vier Betriebe, auf Ton und auf Sand, konventionell und ökologisch
Um ein gutes Bild zu bekommen, arbeiten die teilnehmenden Praxisbetriebe sowohl auf Ton- als auch auf Sandboden. Außerdem wirtschaften zwei Betriebe konventionell und zwei ökologisch. Beteiligt sind Apeldoorn bloembollen aus Egmond Binnen, Boon & Breg aus Andijk, Huiberts bloembollen aus Sint Maartensbrug und Schouten Tulips aus Zwaagdijk.
Wandel der Anbausysteme
Die Untersuchung zeigt, dass es nicht möglich ist, das eine Mittel einfach durch ein anderes, nachhaltiges zu ersetzen. Es braucht einen Wandel der Anbausysteme. Eine Systemänderung verlangt einem Betrieb allerdings mehr ab. Umso wichtiger ist es, Erfahrungen zu sammeln und sie mit anderen Betrieben zu teilen. So lassen sich Veränderungen im großen Maßstab bewirken.
Mehr Informationen über Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft
In der Reportage Die Zukunft des Blumenzwiebelanbaus erzählen Beteiligte des Fieldlab Bol von ihren Erfahrungen in diesem Projekt.
Siehe auch:
Digital Farming teilflächenspezifisch anwenden
Gesucht, Landwirt der Zukunft


