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✍️ Von: Team BC1.NL
Ein Abferkelstall, der die natürliche Umgebung nachbildet
Auf dem Schweinebetrieb 't Helder in Winterswijk steht ein besonderer Abferkelstall. Entwickelt wurde er zusammen mit der deutschen Hochschule Nürtingen. In diesem tiergerechten Stall ist der natürliche Lebensraum von Schweinen nachgebildet. So können die Ferkel unter möglichst natürlichen Bedingungen aufwachsen.
Was ist an diesem Abferkelstall anders?
An der Hochschule Nürtingen in Deutschland wurden die Tiere zwei Jahre lang mit Videokameras beobachtet, um zu sehen, welches Verhalten sie zeigen. Daher stammt das nachgebildete Gebüsch. Bei Gebüsch denkt man an Zweige, doch tatsächlich sind es Kästen mit Vorhängen davor, sodass die Schweine dort mit der Nase in der frischen Luft liegen können.
Warum drei Klimabereiche in einem Stall?
Weil die Tiere dann selbst wählen können. Das Ferkelnest bildet das Mikroklima und ist beheizt, sodass die Ferkel es bei kaltem Wetter warm haben. Das große Nest bildet das Mesoklima, die gewöhnliche Temperatur im Stall das Makroklima. Von ihrem Nest aus können die Ferkel schnell zu ihrer Mutter laufen. Weil sie so viel natürliches Verhalten zeigen können, sind die Ferkelverluste sehr gering.
Was merken die Schweine davon?
Sie haben viel mehr Platz und rennen viel mehr, und dadurch entwickeln sie eine bessere Bemuskelung. Was ökologische Landwirtschaft bedeutet, fasst der Landwirt so zusammen: „mit Respekt für die Erde, für die Tiere und für den Menschen den eigenen Lebensraum erhalten, auch für die Zukunft und für die eigenen Kinder“.
Platz und Bewegung geben dem Fleisch einen anderen Geschmack
Die Schweine werden hier eigens für den Fleischverzehr gezüchtet. Durch den vielen Platz und die Bewegungsfreiheit hat das Fleisch einen herrlichen Geschmack und ein gutes Verhältnis von Fleisch und Fett.
Die Schweine wählen selbst zwischen drinnen und draußen
Die Schweine können selbst wählen, ob sie in den geräumigen Buchten mit Stroh bleiben oder lieber nach draußen gehen. Sowohl drinnen als auch draußen können die Heldervarkens im Stroh wühlen.
Nicht unwichtig ist außerdem, dass das Heldervarken aus dem Achterhoek länger wachsen darf und erst mit einem Gewicht von mindestens 120 kg geschlachtet wird.
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